pädagogisches Angebot


Ein Würzburger Trainingsprogramm zu Vorbereitung auf den Erwerb der Schriftsprache

Kinder im Vorschulalter haben in der Regel eine gut Verständliche Umgangssprache, verfügen über einen ausreichenden Wortschatz und verwenden eine weitgehend korrekte Grammatik. Die Kinder können meist problemlos mit ihrer Umgebung kommunizieren.
Bei dieser alltäglichen Kommunikation konzentrieren sich die Kinder ausschließlich auf die Bedeutung und den Inhalt des Gesagten.
Die andere Seite der Sprache – deren Form und Struktur – ist ihnen nicht immer bewusst.
Vielen Vorschulkindern fällt es teilweise noch schwer, das, was sie sagen, in einzelne Wörter, Silben und Laute aufzuteilen.
Später in der Schule sollen sie dann aber recht schnell lernen, dass diese Laute von bestimmten Zeichen – den Buchstaben – repräsentiert werden.
Die Ergebnisse zahlreicher psychologischer und pädagogischer Studien belegen, dass sprachliche (phonologische) Bewusstsein eine sehr wichtige Voraussetzung zum problemlosen Lesen- und Schreiben lernen ist und dass entsprechend geförderte Kinder im Vergleich zu nicht geförderten bis weit in die Grundschulzeit hinein von einem Trainingsprogramm profitieren.
„Hören, lauschen, lernen“ zielt dementsprechend genau auf die Förderung des sprachlichen Bewusstseins während der Vorschul- und Einschulungsphase.

Nach bisherigem Wissensstand scheint eine intensive und frühe Förderung von Kindern am ehesten Erfolg zu versprechen. So hat die Würzburger Arbeitsgruppe Belege dafür geliefert, dass ein Training der phonologischen Bewusstheit, das von Erzieherinnen in Kindergärten durchgeführt wurde, die schulischen Eingangsvoraussetzungen der Kinder deutlich verbessert und die Schriftsprachentwicklung positiv beeinflusst .

Das Konzept dieses Training sieht vor, dass die Kinder über einen längeren Zeitraum (22 Wochen) täglich gefördert werden. Dabei beträgt der tägliche Zeitbedarf für dieses Training lediglich ca. 10 Minuten (!).
Das Programm soll regelmäßig durchgeführt werden, d. h. täglich 10 Minuten lang und immer zur selben Tageszeit.

Wir haben dieses Programm seit November 2005 in unserem Kindergarten aufgenommen. Wir beginnen jeweils pünktlich um 8.10 Uhr, d. h. dass die Kinder bis dahin spätestens im Kindergarten sein müssen.
Dieses Angebot gilt für alle „Schulkinder“, während die Eltern die Möglichkeit haben, frei zu entscheiden, ob sie dies Angebot annehmen oder nicht.
Das HLL-Programm beginnt in jedem Jahr nach den Herbstferien.

Unter Integration verstehen wir das Zusammenfügen von etwas, was zuvor getrennt war.

Integration bedeutet die gemeinsame Erziehung von Kindern mit und ohne Behinderung. Aber auch Kinder unterschiedlicher Herkunft und unterschiedlicher Hautfarbe sollen gemeinsam leben, spielen, lernen und den Kindergarten besuchen dürfen.
So sprechen wir heute von der „Integration behinderter Kinder im Regelkindergarten“ und meinen diesbezüglich ihre gemeinsame Erziehung, Bildung und Betreuung.
Aber auch schwierige Kinder bzw. Kinder mit auffälligem Verhalten werden in Regeleinrichtungen betreut. Trotz ihrer Verschiedenartigkeit sollen alle Kinder in eine Kindergartengruppe integriert werden.

Wie jedes Kind soll auch das Kind mit Behinderung die Möglichkeit erhalten, an der allgemeinen vorschulischen Erziehung in der unmittelbaren Wohnortnähe teilzunehmen und entsprechende Eingliederungshilfen zu erhalten. Durch dieses Verbleiben im eigenen Lebensumfeld wird der Kontakt zu den Kindern in der Nachbarschaft gefördert. Zwischenmenschliche Beziehungen unterstützen die soziale Integration des Kindes und seiner Familie.

Der Umgang im gemeinsamen Spielen und Lernen schafft eine Grundlage zur gegenseitigen Toleranz und Akzeptanz. Die Kinder wachsen miteinander auf, Kinder mit und ohne Beeinträchtigungen lernen, sich selbst und andere in ihrer Besonderheit zu respektieren und Vorurteile und Ängste abzubauen.

Die Gruppengröße unserer integrativen Gruppe ist für 18 Kinder durch die Bezirksregierung Hannover – Landesjugendamt – zugelassen. Unter ihnen dürfen nicht weniger als zwei und nicht mehr als vier Kinder mit einer Behinderung sein.
Das Fachpersonal umfasst eine heilpädagogische und zwei sozialpädagogische Fachkräfte.

Die „Entdeckungen im Zahlenland“ sind ein Konzept für die frühe mathematische Bildung im Gruppenunterricht.
Im Kern der Entdeckung im Zahlend steht der Aufbau des Zahlbegriffs mit allen seinen Aspekten anhand der drei Erfahrungs- und Handlungsfelder Zahlenhaus, Zahlenweg und Zahlenländer.
Die Entdeckungen im Zahlenland bestehen aus insgesamt 22 Lerneinheiten und sind in zwei Folgen gegliedert.
Durch die zehn Lerneinheiten von Zahlenland 1 soll das Kind mit den Zahlen 1 bis 5 vertraut werden und erste Erfahrungen mit dem Zahlenraum 1 bis 10 aufbauen.  Durch die zwölf Lerneinheiten von Zahlenland 2 soll das Kind mit den Zahlen 6 bis 10 vertraut werden und seine Erfahrungen auf den Zahlenraum von 1 bis 20 erweitern.
Der Beginn des Zahlenlandes ist immer im Januar des laufenden KiTa-Jahres.

Mit dem Programm „Das letzte Kindergartenjahr als Brückenjahr zur Grundschule“, stärkt das Land Niedersachsen die Bildungs- und Erziehungsarbeit in Kindestageseinrichtungen und Grundschulen und leistet einen Beitrag zur Anschlussfähigkeit der beiden Bildungsbereiche.

Das „Brückenjahr“ unterstützt die Zusammenarbeit von Kindergarten und Schule.
Wir vom Kindergarten, gehen einmal im Monat in die Schule. Folgende Aktionen werden durchgeführt:
Lesestunden, gemeinsame Gottesdienste, Schlaumäuse, Spielstunden …